Gartenweg aus Rindenmulch

Ausflug in den Klostengarten

Auf einem meiner Wochenendausflüge in die Umgebung hatte ich einen alten Klostergarten entdeckt. Dort verliefen zwischen den Kräuterbeeten viele ineinander verschlungene kleine Wege bestreut mit Rindenmulch. Die Wege sahen sehr schlicht aus und verströmten einen angenehmen Duft nach Holz. Ich kam mit einer der Gärtnerinnen ins Gespräch und erkundigte mich, ob es denn sehr aufwendig wäre, diese hübschen Wege zu pflegen. Sie erklärte mir, dass das Kloster sich für diese Art der Wegbeschichtung entschieden hätte, zum einen da es die preiswerteste Variante für Wege wäre, zum anderen wären Rindenmulch-Wege auch eine sehr naturnahe Lösung. Sie erklärte mir, dass die Gärtner dort den Rindenmulch selbst herstellen würden. Jeden Herbst hätten sie Mengen an alten Ästen zu zerschreddern und dieses Material würden sie dann für die Wege verwenden - eine Gartenarbeit, die sinnvoll die Reste verwertet. Rindenmulchwege wären sehr leicht herzustellen, da sie keine Tragschicht benötigten. Es wäre ausreichend eine ungefähr 10 cm tiefe Rinne für solche Wege auszugraben und diese im Anschluss mit dem Material zu befüllen. Ein Nachteil dieser Wege wäre allerdings, dass sie generell schwierig zu befahren seien und es daher mühsam wäre, Schubkarren über diese Wege zu ziehen. Auch würden sie sich bei schlechtem Wetter und Regen schnell einmal vorübergehend in eine Schlammwüste verwandeln. Die Klostergartenwege sähen auch nur so gepflegt aus, da der Mulch jährlich erneuert oder zumindest stellenweise ausgetauscht würde. Ich habe es trotz dieser erwähnten Nachteile gewagt und einen meiner Gartenwege mit Rindenmulch bestreut. Mit dem Ergebnis bin ich sehr zufrieden.